Stammtisch

Fahrerstammtisch

Die Bürgerbusfahrer und Bürgerbusfahrerinnen treffen sich jeden 3. Donnerstag im Monat.

Im Monat Dezember treffen wir uns am 15.12.2022 im ASC-Vereinsheim in Loope! Beginn 18:30 Uhr.

Sextett auf Friedensfahrt

Engelskirchen, den 30.8.2022

Zum zweiten Mal machte sich 6 Fahrer des Bürgerbusverein Engelskirchen auf die Reise nach Mogilno, der polnischen Partnerstadt der Gemeinde Engelskirchen. Wieder waren im Gepäck Hilfsgüter für die Ukraine.

3 Busse, vollgepackt mit über 5 Tonnen Lebensmittel und Hygieneartikeln, starteten frühmorgens um 7.00 Uhr früh und erreichten nach 11 Stundenfahrt und 900 zurückgelegten Kilometern Mogilno. Dort erwartete ein Empfangskomitee mit dem Bürgermeister und ca. 20 fleißigen Helfern die Fahrer. Es dauerte eine Stunde, bis alle Güter entladen waren und sich die Fahrer von der Fahrt und dem Abladen bei Kaffee und Kuchen erholen konnten.Moligno kl 20220828

Bürgermeister Leszek Duszynski bedankte sich sehr für die Hilfe und betonte, dass bereits der erste Transport bei den Bürgern der ukrainischen Stadt Brode, der Partnerstadt von Mogilno, mit großer Freude aufgenommen worden war. Brode ist das Ziel der Hilfsgüter, die zunächst von den polnischen Freunden bis zur Grenze weiter transportiert und dann von ukrainischen Bürgern in Empfang genommen werden.

Delegationsleiter Christian Stiefelhagen, Chef der Flüchtlingshilfe eV Engelskirchen und Bürgerbusfahrer, erwiderte, dass es für ihn und die Mitglieder der beiden Vereine eine Verpflichtung sei, in solchen Zeiten zu helfen. Zugleich bedankte er sich bei den Bürgern und den Geschäftsleuten der Gemeinde Engelskirchen für die großzügigen Spenden, die diese Reise erst ermöglicht haben.

Nach einer kurzen Nacht ging es dann am nächsten Morgen wieder auf die 11 stündige Rückreise. Fazit der Fahrer: Es ist anstrengend aber auch sehr wohltuend, wenn man durch den persönlichen Einsatz ein sicher kleines, aber hilfreiches Mosaiksteinchen sein kann, das die Schrecken und die Brutalität des dort herrschen Krieges ein wenig abmildert.

Theo Boxberg
Pressewart

Ein Hauch von weiter Welt.

Engelskirchen, 03.08.2022

Wieder einmal ging der Bürgerbusverein Engelskirchen auf Reisen. Nach 2 Corona- Jahren war es endlich möglich, eine 3-tägige Busreise in das wunderschöne Deutschland anzutreten. Dieses Mal machten sich 34 Fahrer mit ihren Partnerinnen auf, um Papenburg zu erkunden. Dabei verband der Verein erstmalig die Erlebnisreise auch mit Bildungs-Angeboten.

Zuerst war die Stadt Haselünne das Ziel. Da wartete bereits im Westerholtschen Burgmannshof eine Führung durch die bekannte Berentzen-Brennerei. Zwar wird hier kein Schnaps mehr gebrannt, aber im Museum und in Veranstaltungsräumen konnten Köstlichkeiten der Produktion nicht nur bestaunt, sondern auch genossen und abschließend gekauft werden.

Anschließend ging die Fahrt weiter nach Westerstede. Einige Teilnehmer wurden durch das schöne Städtchen geführt, während Andere die Mobilitätszentrale des dortigen Bürgerbusvereins aufsuchten. Deren Vorsitzender berichtete detailliert über die Chancen, Probleme und Erfolge des Vereins. Inwieweit eine solche Zentrale vielleicht ein Vorbild für eine Oberbergische Bürgerbuszentrale sein könnte, bleibt abzuwarten.

Abends erreichte der Tross den Zielort Papenburg. Am nächsten Morgen stand dort der eindrucksvollste Teil der Reise, die Besichtigung der Meyer-Werft, auf dem Programm. Zwar wurde die Ausschiffung eines der dort gebauten Riesenschiffe um eine Woche verpasst, aber auch so waren die Eindrücke überwältigend. In der größten Halle -500 Meter lang, 150 Meter breit und 75 Meter hoch- entsteht derzeit ein ca. 335 Meter langes Kreuzfahrtschiff.

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Kaum vorstellbar sind hier die Dimensionen. Da helfen auch Filme und kenntnisreiche Informationen von Führenden wenig. In den Augen von manchem Reiseteilnehmer konnte man erkennen, dass der Reiz groß war, eine Fahrt mit einem solchen oder gerade mit diesem im Bau befindlichen Schiff anzutreten.

Die anschließende Fahrt zur Van-Velen-Anlage machte allen klar, wie radikal und mühsam die Stadt Papenburg im Laufe der Zeit entstanden ist. Meterhohe Torfschichten wurden abgebaut unter schwierigsten Bedingungen. Heute sind die Folgen dieses Raubbaus an der Natur drastisch zu erkennen. Während bis vor ca. 7 Jahren wegen des hohen Wasserstandes Wasser von den Grundstücken in die Ems gepumpt werden musste, wird heute die Ems angezapft, um ausreichend Wasser in die Gärten und Anlagen zu bringen: Der Torf als Wasserspeicher ist weg, die letzten Dürrejahre kommen obendrauf, und fertig ist die Klimakrise vor Ort, in Papenburg hautnah zu erleben.

Am letzten Tag stand zunächst wieder die Bildung im Mittelpunkt. Geschäftsführer Josef Hess referierte umfangreich über die Pflichten und Recht der Bürgerbusfahrer und stellte dabei das von ihm überarbeitete 25-Seiten starke Handbuch der Dienstanweisungen vor.

Dann starte der Bus nach Holland, wo die Vesting Bourtagne besucht wurde. Ein idyllisches kleines Dorf, von einem Wall umgeben, früher eine Festungsanlage, dann fast verfallen und nun eine Touristen-Attraktion mit Windmühle und einem historischen Ambiente.

 DSC07477Die Rückreise war geprägt von tiefen Eindrücken über das Erlebte. Und der Dank ging wieder an Hans Henkel, der die Fahrt wie immer vorzüglich organisiert hatte. Es passte zur gelungenen Reise, dass auch die Ankunft zeitgerecht für das EM-Finale der Frauen gelang.

 
Theo Boxberg
Presswart

Engelskirchen, den 29.03.2022

Bürgerbusverein Engelskirchen hilft der Ukraine.

Bürgerbusvereine verstehen sich als Dienstleister. Die Fahrerinnen und Fahrer engagieren sich nicht, weil sie gern Auto fahren möchten. Sie setzen vielmehr ihre Freizeit dazu ein, damit sie benachteiligten, meist älteren und oft nur eingeschränkt mobilen Menschen helfen können, ihre Alltagsbedürfnisse zu erledigen und ihnen so eine gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen.

So ist es auch nicht verwunderlich, wenngleich ungewöhnlich, dass der Bürgerbusverein Engelskirchen in Anbetracht der schrecklichen Katastrophe in der Ukraine aufmerksam wurde, als die Engelskirchener Partnergemeinde Mogilno in Polen einen Hilferuf startete und um Hilfsgüter bat, die von dort zu deren ukrainischen Partnerstadt Brody weiter transportiert werden sollten.

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Sofort machte sich der Verein ans Werk. Geschäftsführer Josef Hess telefonierte einen Tag lang mit der OVAG, der Bezirksregierung Köln und dem Verkehrsministerium NRW, um eine Genehmigung für eine Fahrt mit dem Bürgerbus zu erhalten. Es gelang, der Verein stimmte zu, Fahrer waren schnell gefunden.
Nach einem Spendenanruf der Flüchtlingshilfe Engelskirchen konnten insgesamt 3,5 Tonnen Lebens- und Sachmittel gesammelt werden. Ein Bürgerbus wurde zum Transportfahrzeug umgebaut, zusätzlich 2 Sprinter organisiert. Dank der großzügigen Unterstützung der AWO Ründeroth, der Firma Jäger/Hitmarkt und der Firma Lukas RZ sowie der Unterstützung der vielen Helferinnen und Helfer der Flüchtlinghilfe starten die 3 Fahrzeuge, jeweils besetzt mit 2 Bürgerbusfahrern, am Samstagmorgen. Nach 11 Stunden und 850 zurückgelegten Kilometern begrüßte Bürgermeister Leszek Duszynski abends den Engelskirchener Konvoi mit seinen Helfern. Er berichtete, dass bereits ein Transport mit medizinischen Hilfsmitteln nach Brody geschickt worden war, der dort große Dankbarkeit hervorgerufen hatte.

Nach einer kurzen Nacht machte sich der Engelskirchener Tross, geleitet von Bürgerbusfahrer Christian Stiefelhagen, der gleichzeitig Vorsitzender der Flüchtlingshilfe Engelskirchen ist, am Sonntag auf den Rückweg. Der polnische Bürgermeister Duszynski fand die richtigen Worte für diese Reise. Er sagte, dass solch ein Einsatz für den Frieden auch ein Schritt zur Rettung der Demokratie in Europa sei.

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Theo Boxberg
Presswart

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